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Großen Respekt vor Schimmelpilzen Trifft eine Spore – 5 Millionen Sporen passen auf einen Fingernagel – auf seine Lebensgrundlagen, dann bildet sich der Schimmelpilzkörper, ein Einzeller. Der Einzeller verdaut seinen Wirt und setzt dabei Stoffwechselprodukte frei – so genannte MVOCs. Ist er alt genug, wird er einen Sporenträger (= Championkopf) entwickeln, in welchem neue Sporen entstehen. Sind sie reif, verlassen sie den Sporenträger und der Kreislauf beginnt von neuem.
Zunehmend finden sich die Schimmelpilze nicht nur in der freien Natur, sondern auch in Häusern, wo sie aber nicht hingehören. Man schätzt die Zahl der Schimmelpilzarten auf ca. 300.000. Davon wurden mittlerweile über 3.000 genauer getestet. Man hat nämlich festgestellt, dass es Wechselwirkungen zwischen einem Schimmelpilzbefall und dem Gesundheitszustand der Bewohner gibt. Bereits die alten Ägypter wussten hierüber Bescheid. Sie sammelten die Sporen einer Pilzart „Stachybotrys Chartarum“, gaben sie in ein Riechfläschchen und stellten sie als Grabbeigabe zu den anderen. Damit sollten Grabräuber abgeschreckt und bestraft werden. Bekannt geworden ist dies als der „Fluch des Tutanchamun“. Alle Grabentdecker um den englischen Archäologen Howard Carter starben, kurz nachdem sie die Riechfläschchen genutzt hatten. Dieser spezielle Pilz unterliegt heute dem „Gesetz über die Kontrolle von Kriegswaffen“ und ist als Biologische Kriegswaffe eingestuft. Die anderen Pilzarten sind eingestuft nach:
Fazit: Schimmelpilze sind gefährlicher, als man ahnt. Man sollte großen
Respekt zollen und sich vorsichtig und umsichtig verhalten, wenn man sie sieht
oder riecht! Schimmelpilze kann man nicht sehen; sichtbar sind die Sporenträger mit den Sporen. Schimmelpilze kann man riechen, denn die MVOCs (= Microbial Volatile Organic Compounds) nehmen wir Menschen als muffeligen Geruch wahr. Von beiden gehen die gesundheitlichen Gefährdungen aus. Menschen mit einem geschwächten Immunsystem sind erheblich gefährdet: Schwangere, Kranke - nach Operationen besonders, Allergiker, etc. Schimmelpilze nach A und B beeinträchtigen das Immunsystem auch von Gesunden. Fazit: stellt man in einem Haus oder auf einem Boot einen muffeligen
Geruch fest oder sieht sogar schon den Schimmelpilzbefall, dann sollte man
handeln. Was man nicht tun sollte: Essigwasser, Wasser, Chlorhaltige oder bromhaltigen Produkte sowie Alkohol ohne Anwendung von Atemschutzmaßnahmen einsetzen. In vielen Fällen wurde der Schaden vergrößert statt behoben. Da man einem Schimmelpilz nicht ansieht, ob er es gut oder böse mit uns meint, sollte man sich schützen. Sporen werden über die Haut und über Schleimhäute aufgenommen. Deshalb unbedingt Handschuhe anziehen und möglichst eine Schutzbrille aufziehen. Da die Sporen nicht sichtbar sind, verschleppt man sie häufig ungewollt in andere Häuser oder in andere Wohnungen und gefährdet damit die Gesundheit anderer. Da sich keiner dieser Tatsache bewusst ist, geht man relativ locker damit um. Das war mit AIDS genau so…. Ursachen für die Schimmelpilzbildung Ihr Fressen finden sie nicht nur in der Küche auf Lebensmitteln, sondern jeder kennt den Schimmelpilz in den Silikonfugen im Bad, um Fenster und Türen, etc. Viele kennen auch die Stockflecken, die sich auf Lederprodukten, auf Sonnenschirmen, Polstern, auf Wänden und Decken, auf Schiffen und Gartenstühlen breit machen. Es gibt keine Stockflecken – es handelt sich um einen Schimmelpilzbefall. Freies Wasser findet sich auf Mallorca genügend, wenn abends
die Luft abkühlt und als Kondenswasser sichtbar wird. Freies Wasser findet sich in Gebäuden, wenn
Womit kann Schimmelpilzen der Garaus gemacht werden? In der
Tabelle finden Sie die am häufigsten verwendeten Produkte, auch das in großen
Mengen auf der Insel eingesetzte Chlor. Das Chlor im Abwasser und in der
Kläranlage Probleme bereitet, liegt auf der Hand.
Setzt man diese Produkte ein, dann sollten sich die Sanierer entsprechend schützen. Ein zweiter Themenbereich sollte offen angegangen werden: liegt ein großflächiger Schimmelpilzbefall vor, dann ist auch eine groß angelegte Dekontaminierung angesagt. Man unterschätzt vielfach den Schaden. Da Schimmelpilze kein Licht benötigen, können sie auch in Schränken, in Kleidung, in Kissen und in hohlen Wand- und Deckenkonstruktionen wachsen – ebenso in Klimaanlagen, Whirlpools, etc. In Deutschland gibt es den Sanierungsleitfaden des Umweltbundesamtes, der sich intensiv dem Thema widmet. Hierin ist beschrieben, dass befallene Flächen von über 40 cm² = 4 cm x 10 cm nach diesem Leitfaden saniert werden müssen. Hierzu bedarf es geschulter Handwerker, die die Sanierung durchführen. Eine Gefährdungsbeuteilung muss vorausgehen, damit die Verschleppung der Sporen unterbunden wird. Im November diesen Jahres wird Dipl. Wi.-Ing. Axel Leroy aus Düren, der sich intensiv seit vielen Jahren mit der Schimmelpilzsanierung beschäftigt, zu einer Vortragsreise nach Mallorca kommen und Endverbrauchern, Handwerkern, Architekten, Hoteliers, Finca-Verwaltungen, Bootsbesitzern und Bootsführern, etc. auf den richtigen Umgang mit Schimmelpilzen aufmerksam machen. Die Termine und die Orte werden in dieser Zeitung veröffentlicht. Über den Autor Dipl. Wirtschafts-Ing. Axel Leroy besitzt in Düren - zwischen Köln und Aachen –eine weltweit einmalige Dauerausstellung von 7 halben Häusern im Maßstab 1:1. (Fast) alle Baustoffe, Baukonstruktionen, Energiesysteme und Wärmeverteilsysteme sind in dieser Ausstellung integriert. Es werden mit Hilfe der Ausstellung für Auszubildende im Baubereich bis hin zu den Bausachverständigen praxisorientierte Führungen und Seminare angeboten. Baufehler sind genauso sichtbar wie die richtigen Konstruktionsdetails. Baufehler und ungeeignete Baustoffe führen sehr häufig zu Schimmelpilzbildung. Herr Leroy hat nicht nur Schimmelpilz-Sanierungsteams in
Deutschland aufgebaut und betreut, sondern weiß auch, wie eine angemessene
Schimmelpilz-Vermeidungsstrategie aussehen sollte. Dieses Wissen sollte auch
auf Mallorca verfügbar sein. |